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Wir impfen wieder!

Mit dem Beginn des Frühlings kommen auch die Mücken wieder in Gange. Die kleinen Blutsauger sind unter anderem für die Übertragung sehr aggressiver Erkrankungen verantwortlich, die äußert qualvoll verlaufen. Daher ist es jetzt an der Zeit, die Langohren mit einer Impfung zu schützen. Die beiden gefährlichen Krankheiten, gegen die in jedem Fall geimpft werden sollte, da gute Hygiene zum Schutz nicht ausreicht, sind Myxomatose und RHD1 und 2. Diese Erkrankungen sind besonders weit verbreitet, ihr Verlauf ist äußerst schwer und die Ansteckungsgefahr hoch.

Da viele Besitzer leider die Notwendigkeit dieser Impfungen nicht wissen, haben wir uns überlegt wieder eine Impfaktion zusammen mit unserem Haustierarzt zu starten.

Hierzu kommt unser Tierarzt zu uns in die Auffangstation. Die Aktion soll im April 2020 stattfinden.

Damit wir diese Aktion besser koordinieren können und mit unserem Tierarzt den Termin so abstimmen können, dass möglichst viele daran teilnehmen können, benötigen wir eine Teilnehmerliste.

Die Impfkosten würden wir dann aufteilen auf die Anzahl der geimpften Kaninchen.

Wer Interesse hat an der Impfaktion teilzunehmen, darf uns gerne Bescheid geben.

Selbstverständlich stehen wir auch jederzeit gerne beratend zur Verfügung.


Myxomatose – Kaninchenseuche

Der Übertragungsweg

Die im Volksmund als Kaninchenseuche bezeichnete Krankheit ist eine schwere Viruserkrankung. Selbst wenn ein Langohr sie übersteht, ist das Virus noch weitere sechs Monate im Tier aktiv und auch ansteckend. Menschen und andere Tiere sind nicht gefährdet. Übertragen wird die Krankheit durch blutsaugende Insekten wie Stechmücken und Flöhe. Aber auch durch verseuchtes Grünfutter aus Gebieten mit Wildkaninchen, den direkten Kontakt zweier Kaninchen, Stallzubehör, Fliegen oder den Menschen kann sich das Virus verbreiten. Daher empfiehlt sich die Impfung unbedingt auch für Wohnungskaninchen.

Das Krankheitsbild

Erste Anzeichen für die Erkrankung ist die Entzündung der Augen. Die Lider schwellen an, Tränen beginnen zu fließen und später kommt es auch zu Eiterbildung. Im weiteren Verlauf erblindet das Tier. Schwellungen von Nase, Mund, Ohren und der Geschlechtsorgane folgen. Schließlich werden die Tiere apathisch, verweigern die Nahrungsaufnahme und sterben. Antibiotika und andere Medikamente werden lediglich unterstützend eingesetzt, heilbar ist die qualvolle Krankheit nicht.

Die Impfung

Die Grundimmunisierung sollte so früh wie möglich, etwa im Alter von vier Wochen, erfolgen. Drei bis vier Wochen später verabreicht der Tierarzt dann die Folgeimpfung. Anschließend reicht ein Abstand von jeweils sechs Monaten.


RHD 1 und 2 – Chinaseuche

Der Übertragungsweg

Die Rabbit Haemorrhagic Disease oder sogenannte Chinaseuche ist eine gefährliche Viruserkrankung. Sie befällt nicht nur Kaninchen, sondern ist auch auf Hasen übertragbar – Menschen und andere Tiere sind immun. In erster Linie wird die Krankheit durch die Luft mittels Tröpfcheninfektion übertragen. Aber auch blutsaugende Insekten und Fliegen, kontaminiertes Grünfutter, Menschen und Stallzubehör können das Virus verbreiten.

Das Krankheitsbild

Die Krankheit hat keine charakteristische Verlaufsform, endet jedoch immer tödlich. Bei der häufigsten sogenannten perakuten Form versterben die Kaninchen sehr plötzlich aufgrund von Erstickungsanfällen, wobei sie den Kopf im Todeskampf weit nach hinten biegen. Sie bekommen hohes Fieber, stoßen einen Schrei aus und fallen tot um. In einigen Fällen bluten sie dabei aus der Nase. Bei der akuten Form, die nicht so plötzlich auftritt, ersticken die Kaninchen qualvoll. Anzeichen sind Unruhe, Benommenheit, Atembeschwerden, Fieber, Fressunlust und in einigen Fällen blutiger Durchfall oder blutiger Urin.

Die Impfung

Jungtiere bis zu einem Alter von maximal zehn Wochen erkranken nicht an der klassischen RHD-Form. Die neue Variante RHDV-2 kann aber auch für sie gefährlich werden. Die Ständige Impfkommission der Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt eine frühestmögliche Impfung. Die Grundimmunisierung sollte so früh wie möglich, etwa im Alter von vier Wochen, erfolgen. Drei bis vier Wochen später verabreicht der Tierarzt dann die Folgeimpfung. Anschließend reicht ein Abstand von jeweils zwölf Monaten, bei Häsinnen in intensiver Zuchtnutzung alle sechs Monate.

Impfmüdigkeit im Winter

Einzig eine regelmäßige Impfung kann bei diesen schweren Krankheiten helfen. Auch wenn zu manchen Zeiten, etwa im Winter, kaum Fälle auftreten, sollte man nicht impfmüde werden. Dadurch könnte sich die Seuche weiter ausbreiten und im folgenden Jahr noch heftiger zuschlagen. Sauberkeit und Insektenschutz helfen, schützen aber nicht zuverlässig.


Kaninchenschnupfen

Hierbei handelt es sich um eine Mischinfektion, die von verschiedenen Erregern ausgelöst wird. Schlechte und unhygienische Haltungsbedingungen begünstigen die Ansteckung, die sich dann unter den gemeinsam gehaltenen Tieren schnell ausbreitet. Es kommt zu Entzündungen der Atemwege und Fieber. Das Tier fühlt sich zunehmend unwohl und es kommt schleichend zum Tod. Behandelt wird die Krankheit mit Breitbandantibiotika. Aufgrund der Vielzahl der Erreger ist das Risiko einer Erkrankung durch den Impfstoff im Vergleich zum Nutzen relativ hoch. Die Impfung deckt nämlich nur sehr wenige der Erreger ab. Sie empfiehlt sich daher nur bei größeren Beständen oder Ausstellungskaninchen.


 

 
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