Meeri-Hilfe Leutkirch e. V. 
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Besondere Tierschicksale in unser Auffangstation

Yakari

Im März 2018 erreichte uns ein Hilferuf von einer Tierarztpraxis im Raum Ravensburg. Ein hübscher 6-jähriger Bube sollte von den Besitzern eingeschläfert werden, da ihm aufgrund eines Kieferabzesses beide Schneidezähne vorne gezogen werden mussten. Yakari konnte deshalb nur noch kleingeschnittenes Gemüse zu sich nehmen. Für uns war sofort klar, dass wir den Buben in unserer Rentnergruppe aufnehmen und auf seine besonderen Bedürfnisse eingehen.

Yakari war ein sehr freundliches Schweinchen, der auch gerne half die jüngeren Buben aus der Gruppe zu erziehen.

Jahrelange schlechte Haltung sorgte bei ihm für erheblichen Vitaminmangel. 

Im Juni folgte dann die Lähmung der Hinterbeine. Wir wollten trotzdem nicht aufgeben und versuchten ihm das Leben so schön wie möglich zu gestalten, indem wir uns mit ihm in die Wiese setzten und ihn nach Herzenslust Wiese mümmeln ließen. Yakari war bis zum Schluss putzmunter. Leider mussten wir ihn im Sommer 2018 erlösen aufgrund eines Madenbefalls.














Maya

Maya war eine ca. 5-jährige Meerschweinchendame. 

Sie wurde vom Vorbesitzer in unserer Tierklappe abgegeben nachdem ihr Partner verstarb. Im Sommer 2018 hätte sie sogar ausnahmsweise mit einer Meerschweinchengruppe in ein sehr schönes Zuhause ziehen können, leider bekam Maya so große Verdauungsprobleme, dass wir sie letztendlich erlösen lassen mussten.






Chocolate

Chocolate kam zusammen mit Puschel und Snowflake im Mai 2018 zu uns in die Station. Er stammte aus einer sehr unschönen Boxen-Einzelhaltung. Die drei unkastrierten ca. 5jährigen Rammler wurden vom Vorbesitzer jahrelang nur in einer Einzelbox gehalten, da sie sich scheinbar immer wieder bekämpften (was ja bei unkastrierten Rammlern nicht ungewöhnlich ist). Bei uns zeigte sich, dass sich die drei Buben im großen Auslauf doch ganz gut verstanden und eine Einzelhaltung nicht notwendig war. Leider hatte es Chocolate nicht geschafft und hat uns im Sommer 2018 verlassen. 






Bonnie, Clyde, Mimi, Minka und Goldy

Im Juni 2018 erreichte uns ein Hilferuf von einer recht verzweifelten Anwohnerin zwischen Biberach und Ravensburg. Sie würde schon seit 2 Wochen die Kaninchen ihrer Nachbarn heimlich füttern. Die seien weggefahren und hätten die Tiere wohl sich selbst überlassen. Jetzt würde sie aber selbst in Urlaub fahren und weiß nicht was denn aus den Kaninchen wird . . . 

 

Wir empfahlen ihr das zuständige Veterinäramt zu kontaktieren. Das hinzugezogene Veterinäramt sah die Haltungszustände der kleinen Familie - zu fünft in einer ca. 40 x 40 cm großen Hasenbox im Wachtelstall - und entschied die Beschlagnahmung.

Für uns war sofort klar, dass wir die Familie bei uns aufnehmen.

Bonnie und Clyde hatten stark verkürzte Hinterlaufmuskeln und waren nicht dazu in der Lage so zu hoppeln, wie Kaninchen einfach hoppeln. Also fuhren wir mit den beiden 6 Wochen lang zur Tierphysiotherapie nach Kammlach und wandten weitere 2 Monate die bei der Tierphysiotherapeutin gelernten Übungen an.

Momentan lebt in unserer Station nur noch Bonnie. Mimi und Minka, Clyde und Goldy haben ein sehr schönes und artgerechtes Zuhause gefunden.














Dunja, Emma, Winzi, Teddy und Maddie

Ein weiterer Hilferuf erreichte uns im Sommer 2018. Eine ältere Meerschweinchengruppe benötigt dringend ein neues Zuhause, da kein Platz mehr vorhanden sei wegen Umzug und Trennung.

Also standen eines Freitags 1 Kastrat, 3 Damen und ein unkastrierter Bock mit Sack und Pack in unserer Station. Schon bei der Aufnahme fiel uns der Pflegezustand der Tiere auf. Sehr lange Krallen, an jeder Kralle klebte ein großer Kotbollen und einer der Buben hatte wenig Fell. Teddy bekäme immer wieder Pilz oder Haarausfall und wurde dann auf Verdacht von der Vorbesitzerin ohne Empfehlung des Tierarztes mit Surolan behandelt. 

Bald schon stellte sich heraus, dass die Meerschweinchen Giardien haben. Emma und Dunja bekamen obendrein Fliegenmadenbefall und Winzi lag eines Tages tot in der Kastrations-Quarantäne. 

Von der verbliebenen Gruppe durften Teddy und Maddie zu einer Helferin in ein Für-Immer-Zuhause ziehen und werden dort liebevoll umsorgt und gepflegt. Teddys Haarausfall und schuppige Stellen auf der Haut wurden von uns mit Kokosöl behandelt, statt mit Surolan. Sein Fell ist nachgewachsen und seitdem hatte er nie mehr schuppige Stellen oder Haarausfall. Sorgen machen uns immer noch die immer wiederkehrenden Matschköttel trotz erfolgreich abgeschlossener Giardienbehandlung und ein Ballenabzess. Wir vermuten dass die jahrelange Surolangabe - Surolan ist stark kortisonhaltig - die Darmflora von Teddy erheblich geschädigt hat und versuchen den Darm aufzubauen und zu stärken.

Maddie, Teddy und Oma Flecki

Im Februar 2019 haben Maddie und Teddy die Pflegeomi Flecki in ihrer Gemeinschaft aufgenommen und haben gezeigt dass sie ganz tolle soziale und liebevolle Schweinchen sind.


Finn und Finnchen

Finn und Finnchen wurden im November 2017 von drei jungen Frauen auf einem Spielplatz in Leutkirch gefunden. Dort liefen sie frei herum. 

Finn

Wir vermuteten sie wurden ausgesetzt, da niemand auf unsere Anzeigen auf Facebook reagierte. Die beiden waren stark unterkühlt und mussten erst mal von unserem Tierarzt mit Infusionen aufgebaut werden und bekamen zudem eine Parasitenbehandlung. Finnchen brachte an Weihnachten 2017 ihre Kinder Frodo und Finja bei uns in der Station in Ruhe zur Welt und unterstützt seit Ende Dezember 2018 die Oma Heidi bei einer Familie als Leihmeerschweinchen. Finn lebt in unserer Station und wartet noch auf ein liebevolles und artgerechtes Zuhause.

Finnchen












Soleil, Lola, Lucie, Lina, Louis, Lucas

Soleil und ihre fünf Kinder waren leider so ziemlich der schlimmste und traurigste Fall, den wir bis jetzt erlebt hatten. Am 15.12.2017 riefen uns Spaziergänger aus Bad Wurzach an. Ihr Hund hätte beim Spazierengehen im Wurzacher Moor angeschlagen. Sie hätten eine Tüte gefunden, welche im Baum hing. Die Familie nahm natürlich Soleil und ihre Kleinen gleich nach Hause um sie aufwärmen zu können und Susanne ist dann sofort zu der Familie nach Bad Wurzach gefahren um zu helfen. Soleil hatte ihre fünf Kinder in der Tüte geboren. Sie waren leider alle sehr nass und schon richtig ausgekühlt. Die Mutter hatte überhaupt keine Chance ihre Jungen trocken zu lecken. Auf dem Weg in die Tierklinik starben drei der Jungen und Soleil und ihre verbliebenen Babys hatten es zwei Tage später auch nicht geschafft und wutzeln nun gemeinsam auf der Regenbogenbrücke. Leider ging das alles so schnell dass wir es nicht einmal geschafft haben Bilder von den armen Herzchen zu machen. Sie bleiben aber trotzdem für immer in unseren Gedanken.


Vier Hamster und eine Ratte

Im August 2018 setzte man uns vier Hamster und eine Ratte in die Tierklappe. Es waren zwei Hamsterbuben und zwei Hamstermädchen. 

Natürlich waren wir ziemlich erschrocken darüber, weil wir auf Hamster und Ratten so gar nicht eingerichtet sind und uns eigentlich damit auch gar nicht auskennen. Wie selbstverständlich richteten wir den Hamstern und der Ratte ein Plätzchen in der ehemaligen Hundebox des Tierschutzvereins Leutkirch e. V. her und versuchten ein artgerechtes Für-Immer-Zuhause für die Nager zu finden.

Wir sind sehr froh, dass unsere Maria von der Pflegestelle in Bad Grönenbach uns sofort unterstützen konnte um nach einem guten Platz für die Hamster zu suchen. Marias Tochter hatte sich sofort in die Zwerghamster Dame verliebt und nannte sie Kim und einer der Buben, der Bobbel durfte bei Maria bleiben.

Wie soll es auch anders sein? Die beiden Hamstermädels bekamen bald Babys, die Zwerghamstermama überraschte Maria mit sechs putzigen kleinen Fellknäuel und die größere Hamsterdame bekam acht Babys. 

Allen Hamstern geht es gut und sie konnten mit Marias Hilfe an liebevolle und artgerechte Plätze weitervermittelt werden. Auch für das Rattenmädchen konnten wir bald ein schönes Zuhause finden, sie durfte zu einer Freundin von Judiths Mutter ziehen.